Die Kirchen im Ort und auf dem Berg

Wallfahrten wachsen aus dem Volk. Das gilt auch für Hohenpeißenberg. Die vielbesuchte Marienwallfahrtsstätte mit ihrer weithin sichtbaren Doppelkirche gilt als Wahrzeichen des Pfaffenwinkels, dieser so kostbaren, von reicher klösterlicher Kunst und Kultur geprägten Landschaft. Auf dieser Seite haben wir Ihnen ein paar Informationen über unsere Wallfahrtskirche "Mariä Himmelfahrt" und die Gnadenkapelle "Unserer Lieben Frau" zusammengestellt. Ebenso lesen Sie Wissenswertes über unsere örtliche Pfarrkirche "Auferstehung des Herrn".

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© by www.hohenpeissenberg.de Die frisch renovierte Gnadenkapelle "Unserer Lieben Frau" mit spätgotischem Gnadenbild und herrlicher Rokokoausstattung mit glänzenden Goldverzierungen ist schon seit 1514 Magnet für Wallfahrer. Bürgermeister Thomas Dorsch freut sich auf bald 500 Jahre Wallfahrt auf dem Hohenpeißenberg. In großer Gemeinschaftsleistung konnte 2012 die 6jährige Renovierung abgeschlossen werden. Ministerpräsident Horst Seehofer besuchte die Gnadenkapelle auf seiner Zukunftsreise im Landkreis Weilheim-Schongau.

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Geschichte der Wallfahrtskirche

© by www.hohenpeissenberg.de Durch die stetig wachsende Zahl der Wallfahrer zur wundertätigen Muttergottes in der Gnadenkapelle ergab sich allmählich das Bedürfnis nach einem größeren bzw. weiteren Gotteshaus. Und so baute man denn zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Kirche an die Kapelle an. Herzog Maximilian I. hatte dazu 1613 dem Kloster Rottenbuch den Bauplatz geschenkt.
Was in der Gnadenkapelle an froher Botschaft für die wallfahrenden Menschen lebendig ist, das finden wir auch in der großen Wallfahrtskirche wieder. Zunächst ist diese Kirche, die 1616-1619 errichtet worden ist, ein Markstein der Kunstgeschichte des Pfaffenwinkels. Erstmalig für dieses Gebiet finden wir eine Kirche der ausgehenden Renaissance vor. Der helle Raum mit der feinen, sorgfältig gegliederten Stuckdekoration aus Zierbändern von Perlstab und Herzlaub sowie Voluten und geflügelten Engelköpfchen am Gewölbe und in den Fensternischen führt uns von der ausgehenden Renaissance hinüber in den frühen Barock. Weilheimer Künstlern verdanken wir sicher Bau und Erstausstattung der Kirche, allen voran Bartholomäus Steinle, dem Bildhauer und Weilheimer Kirchenbaudirektor, sowie
Elias Greither d. Ä., dem Maler (auch eine Beteiligung Hans Krumppers bei der Vorplanung wird vermutet). Sie griffen die Intention des Bauherrn, Probst Georg Siesmair von Rottenbuch, auf, "Gott zu Ehr und seiner werdten Muetter" ein Gotteshaus zu errichten, das den vielen Wallfahrern Heimat und Geborgenheit geben soll.

Der Blick in die Kirche

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Aus der Erbauungszeit finden wir heute noch die kostbaren, schöngeschnitzten Emporenbrüstungen und die vornehme Kanzel von 1619 deren hervorragende Schnitzarbeit aus verschiedenen Holzarten eine Seltenheit baierischer Kirchenkunst ist. Ursprünglich ist im Westen nur die untere Empore für die Orgel angebracht gewesen, von dieser aus hat eine Seitengalerie zur Kanzel geführt. Als 1807 im Zuge der Errichtung der Pfarrei Hohenpeißenberg eine zweite Empore oberhalb der ersten aufgestockt hat man eine Seitengalerie abgebrochen, um deren Zierbrüstung dorthin zu versetzen, wobei das untere gesims mit einem Gebet zur Gottesmutter aus Platzmangel weggeschlagen worden ist. Ein Teilstück davon - "auf das der Evae Fluech schad nit" - ist in die untere Empore eingefügt worden, um die Lücke zur einstigen Seitengalerie zu schließen. Auf den Emporenbrüstungen haben sich einstmals Ziergitter befunden, zu denen ursprünglich auch die virtuos geschnitzten Rankenreliefs mit Moses und David gehört haben, die heute auf Holzhintergrund gerahmt im Chorraum der Kirche über den Chorstühlen hängen. Diese beiden Reliefs sind Meisterwerke des Bartholomäus Steinle. © by www.hohenpeissenberg.de
Ein zugehöriges Mittelstück, wohl Maria mit dem Kind, denen sich die zwei Vertreter des Alten Bundes, Moses und David, zugewandt haben, ist seit 1807 verschollen.
Die Wallfahrtskirche, ein Raum der Zuwendung hin zum hilfesuchenden Menschen, strahlt Ruhe, Schönheit und Würde aus, vor allem der wunderbare barocke Hochaltar von 1717, der schon von den Zeitgenossen wegen seiner Majestet und ganz neuen Invention bestaunt worden ist. Die Botschaft des Altares ist aus einem Guß: Sinngebende Mitte ist das große Gemälde der Aufnahme Mariens in den Himmel, geschaffen 1717 von Matthias Pusjäger, dem Rottenbucher Maler (1654 bis 1734), Motivvorbild soll ein themengleiches Rubensgemälde in der Jesuiten-Kirche zu Antwerpen gewesen sein. Hintergrundgeschichte dieses Altarbildes ist eine schöne Legende, die uns erzählt, daß die Jünger Jesu nach dem Ableben Mariens noch einmal ihren Sarg geöffnet und anstelle des Leichnams der Gottesmutter eine Fülle von Rosen vorgefunden hätten. Unten im Bild sehen wir © by www.hohenpeissenberg.dedie staunenden Jünger am leeren Grab Mariens, Glaubenszeugen für das große Ereignis der Rettung der Gottesmutter aus dem Tod. Als Glaubenszeugen gesellen sich den Jüngern in der Architektur des Altares auch die Ordenspatrone Augustinus und seine Mutter Monika sowie innen die Rosenkranzpatrone Dominikus und Katharina von Siena hinzu. Sie alle bestaunen die Großtat Gottes an Maria. Eine zweite Zone im Bild des Altares zeigt uns eine Fülle von Putti, die Rosen werfen. Diese Putti finden wir auch wieder in der Architektur des Altares. Die dritte Zone unseres Bildes gibt uns den Blick frei auf die mächtigen Engel, die Maria zum Himmel emportragen. Diese mächtigen Engelsgestalten begegnen uns nochmals in der Architektur des Altares mit den großen Engeln, die Schilde in der Hand halten, Ehrentitel der Gottesmutter stehen darauf. Bekrönt wird das Altarbild von der Dreifaltigkeit Gottes, die Maria empfängt, Christus legt ihr dabei die Krone des Lebens auf das Haupt. Abschließend neigt sich der Himmelsbaldachin vornüber, von zwei baierischen Wappenlöwen gestützt (als Erinnerung an den Stifter des früheren Hochaltares, Maximilian I.)© by www.hohenpeissenberg.de In einer Strahlen- und Engelsgloriole erscheint zuhöchst das Vaterauge Gottes und darüber die Taube als Symbol des Hl. Geistes. Im Tabernakel dürfen wir dann noch Christus im Brot des Lebens dazu schauen. Die Künstler haben versucht, die Dreifaltigkeit Gottes räumlich einzufügen in den Altarraum, wo die Menschen eingeladen sind, immer wieder die "Gutthat" unseres Lebens, die Eucharistie, zu feiern und sich betend Maria, und durch sie unserem Herrn und Gott, zuzuwenden. Die beiden schönen Tabernakel sind spätere Hinzufügungen durch F.X. Schmädl, im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Gnadenkapelle geschnitzt. Dem großartigen Hochaltar gesellen sich die Seitenaltäre hinzu wie schmale Kulissen, die zum beherrschenden Hochaltar hinführen. In die Seitenaltäre eingefügt finden wir die alten Bilder der Vorgängeraltäre: Die Gemälde des Elias Greither d.Ä., Kreuzigung und Auferstehung, werden uns vor Augen geführt als die Heilszeichen menschlichen Lebens und darüber die dazugehörigen Vorbilder des Alten Bundes.© by www.hohenpeissenberg.de Die heilende Geschichte des Todes und der Auferstehung Jesu hat ihre Vorbilder in der Opfergeschichte des Isaak durch Abraham um im Zeichen des Propheten Jona. Diese Bilder hat uns Matthias Pusjäger im gleichen Jahr 1717 gemahlt wie das Hochaltarbild.
Wenn uns im Kirchenraum in den verschiedenen Skulpturen das Leiden Christi immer wieder begegnet, so hat das seinen guten Grund. Die wallfahrenden Menschen in ihrer Lebensnot sollen spüren dürfen, das Jesus ihnen solidarisch nahe ist im Eleben von Leid, Not und Sterben. Er, der für uns den Weg der Rettung gegangen ist, hat das getan durch Leiden und Sterben hindurch, im tiefen Vertrauen auf Gott, seinen Vater, der ih nicht im Tade belassen, sondern aufgenommen hat in die Herlichkeit des Himmels. So ist uns ein besonders schöner Blick gewährt im Schauen auf den Geißel-heiland an der Säulde, einer edlen Schnitzarbeit eines großen Meisters des beginnenden 17 Jahrhunderts.
Ein tiefempfundenes Andachtsbild finden wi an der Südseite des Kircheninneren: Christus am Kreuz mit Maria, der Schmerzenmutter, darunter. Maria ist nicht, wie die meisten Freunde Jesu, geflohen, sie ist unter dem Kreuz geblieben, auch wenn ihr der Schmerz über den Tod ihres Sohnes das Herz zerrissen hat. Die Botschaft dieses Andachtsbildes für uns heißt, nur im vertrauenden und betenden Bleiben im Leid ist Lebensnot auch bewältigbar.© by www.hohenpeissenberg.de So wie wir aus diesem Bildnis das Annehmen von Leiden und Sterben lernen können, so auch aus dem anderen, an der Nordwand befindlichen, der bewegenden Pietá von 1617 mit den zwei Engeln, die die Leidenswerkzeuge halten: ein kostbares Kunstwerk, aus der Werstatt Bartholomäus Steinles stammend, das ursprünglich in einer alten Kapelle neben dem Friedhof hing und dann nach deren Abbruch (1926), kaum beachtet, im Leichenschauhaus bis 1972 aufgestellt war. In inniger Weise nimmt Maria Abschied von ihrem toten Sohn. Durch ihre liebevolle Umarmung verliert der Tod, immer gegewärtig im menschlichen Leben, seine Schrecken. Durch ihren tiefen Glauben kann Marai ihren Sohn in die liebende Hand Gottes zurückgeben.
Die hl. Barbara (ürsprünglich die Figur der hl. Anna aus dem Vorgängeraltar der Kirche) weist uns als Schutzpatronin der Bergleute darauf hin, daß Hohenpeissenberg bis in Jahr 1971 Bergwerksort war. Die Figur stammt auch noch von Batholomäus Steinle.
Diese Anna-Figur befand sich bis ca. 1959/60 im ehemaligen Oratorium der Augustiner-Chorherren (jetzige Schatzkammer) kam dann zusammen mit der Figur ihres Mannes Joachim (dieser ebenfalls von Steinle) in die Wallfahrtskirche, wobei letztere eine Platz auf dem Schalldeckel der Kanzel zugewiesen bekam, wo sie allerdings nun den Moses, als Verkünder des alttestamentlichen Gotteswortes, darstellen soll.

Die Glocken der Wallfahrtskirche

Ürsprünglich sollen sich auf dem Kirchenturm nur zwei Glocken befunden haben, die aber bei einem Brand im Jahre 1755 zerschmolzen waren. Beim Wideraufbau kamen dann drei Glocken auf den Turm. 1943 war jedoch ein neues Geläute beschafft worden, und 1880 erhielt die Kirche abermals neue Glocken. Da jedoch der Zusammenklang dieser Glocken nicht simmte, leiß Pfarrer Felix Fischer im Jahre 1899 durch den Glockengießer Fritz Hamm in Augsburg wieder ein neues Geläute anfertigen, das aber die Glockenablieferung und Einschmelzung im Verlauf des Zweiten Weltkrieges ebensowenig überstanden hatte wie zwei 1921 gegossene Glocken.
Nach dem Krieg wurden von der Firma "Bochumer Verein AG" (Bochum) vier neue Glocken hergestellt und am 19. Apricl 1949 von Heinrich Dormann, Wattenscheid, begutachtet. Es sind dies eine St.-Barbara-Glocke 1.850 kg, Ton es´ - Heilig-Kreuz-Glocke 820 kg, Ton g´- Herz-Jesu-Glocke 515 kg, Ton b´- Hl. Josef-Glocke 385 kg, Ton c´´. Außerdem wurde ein neuer Glockenstuhl aus Eisen errichtet.- Die Glockenweihe geschah am 15. Mai 1949 durch Prälat Hartig.

Die Geschichte der Gnadenkapelle "Unserer lieben Frau" auf dem Berg

In alter Zeit, so schreibt Franz Hohenleithner, gehörten die an den Hängen des Peißenbergs verstreut liegenden Bauernhöfe zur Pfarrei Peiting. Zwei bies drei Stunden weit hatten die Bauern zu ihrem sonntäglichen Gottesdienst. So konnten sie an Sonn- und Feiertagen nur selten zu den Nachmittagsandachten in ihre Pfarrkirche kommen und bauten sich deshalb am Fuße des Berges eine hölzerne Kapelle. Im Jahre 1514 beschlossen sie jedoch den Bau einer gemauerten Kapelle© by www.hohenpeissenberg.de auf der Höhe des Berges, um auch denen eine nähere Möglichkeit zur Andachtsübung zu verschaffen, die jenseits des Berges wohnten. Nachdem Bischof Philipp von Freising und Herzog Wilhelm IV. ihre Genehmigung erteilt hatten, legte man den Grundstein und vollnoch im selben Jahr den Bau, der zunächst nicht größer war als das Ausmaß des heutigen Altarraumes. Für die neue Kapelle schenkte der herzogliche Pfleger von Schongau, Georg von Pienzenau, aus der dortigen Schloßkapelle eine geschnitzte Muttergottes-Figur, die schon bald im Volke den Ruf eines Gnadenbildes gewann.

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Die Pfarrkirche "Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus"

Am Südhang des Berges entstand in den Jahren 1960/1961 die neue Pfarrkirche "Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus". Das dafür erforderliche Baugrundstück konnte durch Vermittlung und Geschick von Dr. Mathilde Doll, Peter Graf und Kaplan Josef Hamberger für die Katholische Pfarrkirchenstiftung Hohenpeißenberg erworben werden. Die Grundsteinlegung für das Bauvorhaben erfolgte am 26. Juni 1960. Damals wirkten Pfarrer Josef Kleidorfer und Kaplan Thomas Bachmeier als Seelsorger in der Pfarrei. Unter Pfarrer Bernhard Baur wurde die Kirche mit Pfarrzentrum vollendet und am 29. Oktober 1961 durch Erzbischof Julius Kardinal Döpfner geweiht.
Geplant wurde unsere Pfarrkirche von Architekt Regierungsbaurat Hans Heps. Wegen des bestehenden Bauverbots auf dem Kirchengrundstück konnte nur unter bestimmten Auflagen (u. a. beschränkte Turmhöhe) eine Baugenehmigung erreicht werden.

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Der Kirchenraum strahlt trotz seiner Nüchternheit Wärme aus. Die vielen zu einer einzigen Lichtquelle gebündelten Kleinfenster und die hölzerne Giebeldecke schaffen eine angenehme Atmosphäre. Das mächtige Glasmosaik der Apsis, gestaltet von der Künstlerin Christine Stadier, stellt die Auferstehung Christi dar. Die wuchtige Altarmensa (Entwurf: Christine Stadier) ist aus italienischem Marmor. Ambo, Vortragekreuz, Sakramentshaus, Taufstein und Kreuzweg sind ebenfalls Werke der Münchner Künstlerin Christine Stadier.
Das zweimanualige Orgelwerk mit 19 Registern wurde vom Augsburger Orgelbaumeister Max Offner errichtet und im Jahre 1969 von Prälat Professor Heinrich Wismeyer geweiht.
Die vier Glocken (Heilig-Geist-Glocke: 1900 kg, Marien-Glocke: 1150 kg, Christkönig-Glocke: 850 kg und St. Michaels-Glocke: 500 kg) fertigte die Glockengießerei Erding (Inh. Karl Czudnochowsky). Sie wurden am Sonntag, 23. Mai 1965, von Prälat Dr. Michael Hock geweiht. Am Pfingstsonntag 1965 erklang zum erstenmal das Geläute.

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Die Marienkapelle in der Pfarrkirche

An der Ostseite ist der Hauptraum der Kirche zu einer Marienkapelle geöffnet, der durch ein besonders formschönes Gitter, ein Werk von Manfred Bergmeister aus Ebersberg, abgetrennt ist.
Das Innere der Marienkapelle zeigt ein besonders gutes Zusammenwirken von der Raumgestaltung seitens des Architekten (Baurat Heps) und der Ausstattung seitens der Künstlerin (Christine Stadier). Der Altar der Kapelle ist etwas aus der Mitte gehoben und schafft somit seitlich rückwärts an der Nagelfluhwand Platz für die Anbringung einer »Fatima-Madonna«. Diese Figur aus Bronze über einem Zweig einer Steineiche, inmitten mehrerer aus der Wand herauswachsender Leuchter, zeigt uns in moderner Formensprache Maria in all ihrer Ausstrahlungskraft.

Die Evangelisch-Lutherische Gustav-Adolf-Kirche

Seit 1864 siedelten sich in unserer Gegend die ersten evangelischen Christen an. Ihre Anzahl nahm langsam zu. Sie wurden ursprünglich von St. Matthäus - München betreut. Am 30.6.1893 wurde die Filialkirchengemeinde Weilheim gegründet. Von diesem Zeitpunkt an wurden Peißenberg und Umgebung von dort aus betreut. 1925 wurde Peißenberg mit den umliegenden Orten selbst eine Tochterkirchengemeinde von Weilheim. Im Jahre 1928 konnte hier eine Kirche erbaut werden. Die einzelnen Familien, die in Hohenpeißenberg wohnten, nahmen jetzt an den Gottesdiensten in Peißenberg teil. Da die Anzahl der evangelischen Christen vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg stark wuchs, kam im Jahre 1950 der Gedanke auf, auch hier eine Stelle zu schaffen, an der regelmäßig Gottesdienste gehalten werden können. Zu diesem Zeitpunkt fanden schon einige Gottesdienste in Gasthäusern und der Hettenkapelle statt, welche die Katholische Kirche freundlicherweise zur Verfügung stellte.

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Eine gute Gelegenheit dazu bot sich in der ehemaligen Turnhalle der "Deutschen Turner" an, die ziemlich verwahrlost und herrenlos war. Der damalige Pfarrvikar Otto Steiner ergriff die Gelegenheit und erwarb die Turnhalle mit Grund und Boden. Eine Herrichtung der Halle für den Gottesdienst lohnte sich nicht, da sie baufällig war. Es wurde daher beschlossen, die Turnhalle abzubrechen und ein neues Gotteshaus zu errichten. Am 4. April 1951 kam der hierfür neugegründete Bauausschuß zu seiner ersten Sitzung zusammen. Bereits am 7.4.1951 konnte mit dem Abbruch der Turnhalle begonnen werden; und unmittelbar darauf mit dem Wiederaufbau.
Die Bauarbeiten gingen so zügig voran, daß schon am 24.5.1951 das Richtfest gefeiert werden konnte. Die Festansprache hielt der damalige Kirchenrat Fikenscher, als Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werkes München.
Die "Beilage für den Kirchenbezirk Weilheim" des Evang. Sonntagsblattes be richtete im Juni 1951 von jenem Ereignis u. a. folgendes: "Die Liebe ist die einzige reale Macht im Leben!" führte Herr Oberkirchenrat Senator Dr. Breit vor den freiwilligen Arbeitskräften der Evang. Gemeinde Hohenpeißenberg bei einer 'Heb auf Feier am Abend des Fronleichnamstages aus. Er würdigte dabei die Liebe zu ihrer evangelischen Kirche, die 38 Männer und 25 Frauen erwiesen hatten, als sie innerhalb von 6 Wochen über 2000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet hatten, um die ihrer Flüchtlingsgemeinde zugefallene Turnhalle abzureißen und an ihrer Stelle ein neues Kirchlein zu erstellen, das mit seinem Betsaal Raum für 100 Leute bietet und zudem eine Wohnung beherbergt. Durch fleißige, meist ehrenamtliche Mitarbeit Hohenpeißenberger Frauen und Männer beider Konfessionen konnte am 11. September 1951 das Kirchlein feierlich eingeweiht werden.


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Förderverein "Freunde der Wallfahrtskirche"

Unsere Wallfahrtsstätte sollte Ihnen einen Besuch auf dem Hohen Peißenberg wert sein, auf folgendem Link erfahren Sie wie Sie dazu beitragen können die Schönheit unserer Bergkirchen auch weiterhin zu erhalten:

"Förderverein Freunde der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt"


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Hohenpeißenberger Heimatlexikon

Ein großer Teil der Informationen die Sie auf dieser Seite finden stammen aus dem Hohenpeißenberger Heimat-Lexikon.

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